Krankenversicherung & Altersvorsorge: GKV vs. PKV
Beitragshöchstsätze, Tarifrisiken im Alter und clevere ETF-Vorsorge
Als Angestellter zahlte dein Arbeitgeber die Hälfte deiner Kranken- und Rentenversicherung. Als Freelancer bist du dein eigener Arbeitgeber – und musst beide Anteile alleine stemmen.
GKV vs. PKV: Der schonungslose Vergleich
- Beitrag bemisst sich prozentual am Gewinn (ca. 14,0% + Zusatzbeitrag ~1,7% + Pflegeversicherung 4,0%).
- Vorteil: Sinkt dein Einkommen in schlechten Monaten, sinkt auch der Beitrag (Mindestbeitrag ca. 180–220 €/Mo).
- Vorteil: Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner sind kostenlos mitversichert.
- Nachteil: Höchstbeitrag liegt bei rund 1.000–1.050 € im Monat.
- Beitrag richtet sich nach Alter, Vorerkrankungen und gewählten Leistungen (Chefarzt, Einbettzimmer, Selbstbehalt).
- Vorteil: Für junge, gesunde Gründer oft deutlich günstiger (z.B. 450–700 €/Monat).
- Vorteil: Bessere Facharzttermine und vertraglich garantierte Leistungen.
- Nachteil: Beiträge steigen im Alter kontinuierlich an; Kinder kosten extra; Rückkehr in die GKV ab 55 Jahren nahezu unmöglich.
Altersvorsorge: Die Gefahr der Untätigkeit
Freiberufler sind in vielen Berufen (Ausnahme: Ärzte, Anwälte, Architekten im Versorgungswerk oder Publizisten in der KSK)nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Was zunächst wie eine riesige Ersparnis aussieht, führt ohne eiserne Disziplin in die Altersarmut.
Lege mindestens 15–20% deines monatlichen Netto-Gewinns in einen breit gestreuten Welt-ETF (z.B. MSCI World / FTSE All-World) oder eine steuerlich geförderte Basisrente (Rürup-Rente, die zu 100% steuerlich absetzbar ist). Im Cockpit kannst du deine Sparrate individuell einstellen.